Vitae


Der Mädchenchor Hannover



2012 - 1952


60 Jahre  Applaus  -  nicht viele Jugendchöre können sich einer so kontinuierlichen Leistungsstabilität rühmen. Namhafte Komponisten unserer Zeit haben für den Mädchenchor Hannover geschrieben:  Toshio Hosokawa, Wilhelm Killmayer, Arvo Pärt, Thilo Medek, Steffen Schleiermacher, Alfred Koerppen, Veljo Tormis, Einojuhani Rautavaara, Knut Nystedt, Manfred Trojahn, Wilfried Hiller, Peter Eötvös, Vinko Globokar – um nur einige zu nennen.

Der Chor wurde 1952 von Heinz Hennig gegründet und 2 Monate später bis 1989 von Ludwig Rutt künstlerisch geführt. Mit einem Team von hochqualifizierten Musikpädagogen und Enthusiasten , allen voran Gudrun Schröfel und Georg Schönwälder, entwickelte er ein vierstufiges Bildungssystem und setzte schnell Qualitätsmaßstäbe, die für die nächsten 60 Jahre Gültigkeit behielten. Dass der Mädchenchor über Generationen hinweg auf stets gleichbleibendem Niveau musiziert, erfordert von den Verantwortlichen einen hohen künstlerischen Anspruch an die Interpretationen, sichere Urteilsfähigkeit bezüglich der kompositorischen Qualität in der Werkauswahl vor allem zeitgenössischer Kompositionen und ein gutes Gespür für eine zwischen Ernsthaftigkeit und menschlicher Zugewandtheit ausbalancierte Umgehensweise mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen.
Zweifelsfrei wurde der Mädchenchor einer der führenden Chöre seiner Gattung: Er genießt in der internationalen Chorwelt ein hohes Ansehen und wurde zu Konzerttourneen in fast alle europäischen Länder, nach USA, Israel, Brasilien, Chile,  Russland, Japan und China, eingeladen. Der Mädchenchor gewann höchste Preise bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben wie  3x den Deutschen Chorwettbewerb, den Johannes Brahms Wettbewerb, den BBC Award in London,  „Let the peoples sing“, beim Internationalen Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf, Arezzo, Varna, u.a. Der Chor produzierte Rundfunkaufnahmen für viele Rundfunksender in Deutschland und im europäischen Ausland. Er ist auf mehr als 20 CDs zu hören.
Das Repertoire ist sehr vielseitig, es reicht von der Renaissance bis zur Musik des 21. Jahrhunderts. Gudrun Schröfel, die den Chor nach Jahren der gemeinsamen Arbeit mit Ludwig Rutt 1989 übernahm, hat das Repertoire durch 20 Auftragskompositionen erweitert, deren Uraufführungen sie dirigierte.





Gudrun Schröfel

 


Gudrun Schröfel  wirkt seit 1985 als Professorin für Chor- und Ensembleleitung  im Studienbereich Musikerziehung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Von 1998 bis 2011 vertrat sie das Amt der Vizepräsidentin. Sie leitet den Mädchenchor Hannover in der Nachfolge seines Gründers Ludwig Rutt sowie den Kammerchor Johannes-Brahms-Chor Hannover.

Ihr Studium der Schulmusik, Chorleitung und Anglistik absolvierte die Dirigentin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Mit ihren Ensembles gelingen immer wieder einzigartige Interpretationen. Darunter befinden sich viel beachtete Uraufführungen von Werken namhafter Komponisten wie Hosokawa, Killmayer, Rautavaara,  Pärt, Koerppen. Peter Eötvös und Vinko Globokar schreiben z.Zt. für den Mädchenchor. 

Mit dem Mädchenchor Hannover gewann Gudrun Schröfel viele nationale und internationale Wettbewerbe und wurde zu Konzerten in fast alle europäischen Länder sowie nach Israel, Japan, China, Brasilien, Russland und in die USA eingeladen. Sie ist gefragt als Jurorin bei internationalen Chorwettbewerben.
Zahlreiche ihrer Schülerinnen wurden erste und zweite Preisträger beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Für ihr außergewöhnliches Engagement erhielt Gudrun Schröfel 1998 den Niedersächsischen Kunstpreis für Musik und 2004 das Verdienstkreuz Erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens. Seit 2000 vertritt sie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände ADC im Beirat Chor des Deutschen Musikrats.